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Geschichte und Raritäten

Die grosse Bibliothek in einer kleinen Stadt
Die Stadtbibliothek Zofingen hat eine lange, bewegte Geschichte. Ihre heutige Bedeutung und Stellung im kulturellen Leben der Stadt kann nur aus ihrer Tradition heraus verstanden werden. Die Bibliothek ist das Resultat eines sich für die Stadt Zofingen und ihrer kulturellen Verantwortung bewussten Kreises von Gönnern, Bürgern und Politikern.

Anlässlich einer schweizerischen Bibliothekarenversammlung in Zofingen 1911 lobte Bibliotheksdirektor Dr. Hermann Escher von Zürich die Zofinger Bibliothek mit den Worten: "Es gibt wohl kaum eine so kleine Stadt in Europa, die aus eigenem Antrieb, zumeist aus eigenen Mitteln und durch hochherzige Unterstützung von gelehrten und ungelehrten einzelnen Mitbürgern eine Bibliothek von einer solchen Grösse und Bedeutung geschaffen hat."

Die Gründung 1693
Die Anfänge der Stadtbibliothek reichen in das letzte Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts zurück. Unsere Bibliothek wird zu den ältesten der schweizerischen Landstädte gezählt. Sie war bis weit über die Kantonsgründung hinaus die grösste Bibliothek im aargauischen Mittelland.

Zu den frühen Bibliotheksförderern gehören unter anderem Gelehrte, die, aus der Zofinger Lateinschule hervorgegangen, an der Berner Akademie wirkten. Aus ihrem Kreis rekrutierten sich Mäzene und Donatoren, die nicht nur Geld, sondern auch mit Büchergeschenken die Bestände bereicherten.

Highlights aus der Bibliothekschronik

1693

Fünf geistliche Herren gründen in der Stadt Zofingen eine Bibliothek

1732

Verlegung der Bibliothek vom ehem. Ackerleutenzunfthaus in das 1726 erstellte Obergeschoss der Markthalle

1806

grösstes Büchergeschenk: Johann Ludwig Rudolf, Zofinger Bürger in Bern, vermacht der Stadtbibliothek seine 4’800 Bände zählende Privatbibliothek

1833

Trennung der Büchersammlung in eine kleinere und eine grössere Bibliothek, d.h. Angliederung einer „Volksbibliothek“

1901

Bezug des Museums- und Bibliotheksgebäudes an der General-Guisan-Strasse, Geschenk von Gustav Straehl an die Ortsbürgergemeinde Zofingen

1965

Anstellung des ersten hauptamtlichen Bibliothekars

1974

Neueröffnung der reorganisierten und erweiterten Bibliothek an der Hinteren Hauptgasse 20 (im ehemaligen Lateinschulhaus)

2007

Bibliotheksumbau und Erweiterung des Medienangebotes, Einführung der Selbstausleihe

Der Umbau von 1974 – Beginn einer stürmischen Entwicklung
Während 73 Jahren (1901-1974) war die Bibliothek im heutigen Museumsgebäude an der General-Guisan-Strasse beheimatet. Mit dem Umbau des ehemaligen Lateinschulhauses an der Hinteren Hauptgasse zu einem reinen Bibliotheksgebäude kehrte die mittlerweile auf 60`000 Bände angewachsene Büchersammlung im Herbst 1974 in die Altstadt zurück.

Die Stadtbibliothek erhielt ein völlig anderes Gesicht. Aus der reinen Magazinbibliothek entstand durch die Angliederung einer Freihandzone (mit aktueller Literatur) und eines Lesesaals (mit Lexika, Handbüchern und Bibliographien) ein modernes, benutzerfreundliches Informationszentrum.
Für schweizerische Verhältnisse waren diese Neuerungen beinahe revolutionär und für die weitere Entwicklung des Bibliothekswesens von grosser Bedeutung.

Bereits in den ersten Betriebsjahren wurden sämtliche Erwartungen und Prognosen übertroffen. Die Hauptgründe für den überdurchschnittlichen Anklang bei der breiten Bevölkerung sind die gute Lage, die grosszügigen Öffnungszeiten, die Gebührenfreiheit, ein ausgewogenes Angebot für Jung und Alt und vor allem die Aktualität des Buchbestandes.

Trägerin der Stadtbibliothek ist heute die Einwohnergemeinde Zofingen. Die Ortsbürgergemeinde, als Besitzerin des Buchbestandes, steuert jährlich einen grossen Beitrag an das Medienbudget bei.

Der Umbau von 2007
Bauliche- und sicherheitstechnische Mängel sowie der Wunsch nach einer zeitgemässen Bibliothek mit einem attraktiven Angebot an Nonbooks forderten einen erneuten Umbau. Dieser wurde vom Einwohnerrat von Zofingen am 11. September 2006 mit einem Kredit im Gesamtbetrag von CHF 2'857'000 bewilligt.

Während fünf Monaten wurden die Räumlichkeiten des Alten Lateinschulhauses komplett renoviert und der Bestand mit einer Nonbooks-Abteilung ergänzt.

Die 1974 geschaffene Freihandzone im Parterre wurde um den ersten Stock erweitert. Der einstmalige Lesesaal findet sich verkleinert in einem ruhigen Arbeitsraum, ebenfalls auf dieser Etage.

Helle Räume, viele Arbeitsplätze, ein übersichtliches, benutzerorientiertes Medienangebot sowie eine Selbstausleihe machen aus der Stadtbibliothek Zofingen wieder eine der modernsten allgemein öffentlichen Bibliotheken unseres Landes.

Literatur zur Bibliotheksgeschichte
Andereggen, Leo
Die Stadtbilbliothek
in: Bibliotheken der Schweiz. Bern, 1976

Andereggen, Leo; Blum, Kurt; Scholl, Kurt
Stadtbibliothek, Stadt- und Heimatarchiv im restaurierten und umgebauten Lateinschulhaus
in: Zofinger Neujahrsblatt 60 (1975), S. 122-149

Dahm, Inge
Aargauer Inkunabelkatalog
Aarau, 1985

Jenny, Ernst
Aus 200 Jahren Stadtbibliothek
in: Zofinger Neujahrsblatt 16 (1931), S. 71-79

Weber, Rudolf
"...eine nützliche und anständige Sach": 300 Jahre Stadtbibliothek Zofingen 1693-1993
in: Zofinger Neujahrsblatt 77 (1993), S. 7-44

Vilas, Cécile
La Stadtbibliothek de Zofingen / Zofingue (AG)
in: Pro Saeculo XVIII°. Societas Helvetica. Bulletin 35 (Dezember 2009), S. 8–12

-> Handbuch der historischen Buchbestände der Schweiz
-> Historisches Lexikon der Schweiz (Ausgabe 2014)






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