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Die Zofinger Lokalpolitik als Karrieresprungbrett...


Rudolf Friedrich Ringier
 

In der Vergangenheit strebten die meisten Gemeinderäte keine weitere politische Karriere an. Aber rund 30 sassen im Grossen Rat, einer schaffte den Sprung in den Regierungsrat, und eine Handvoll gelangte in die eidgenössischen Räte. Der Zofinger Gemeinderat war vor allem im 20. Jahrhundert immer wieder ein Sprungbrett für höhere politische Ambitionen. Zudem ebnete das Einwohnerratspräsidium seit 1966 mehrmals den Weg zu einem Gemeinderatsmandat.

Das Amt des Stadtammanns bot die Möglichkeit, sich politische Lorbeeren zu holen. Im 19. Jahrhundert gab es zwei sehr einflussreiche Stadtammänner, die während Jahrzehnten die herausragenden Figuren in der Zofinger Lokalpolitik waren. Der eine war der Fürsprecher Rudolf Friedrich Ringier (1805-1886). Er gehörte 1837-1884 dem Gemeinderat an, 1841-1868 als Ammann und 1869-1884 als Vizeammann. Der zweite, Johann Gottfried Matter (1832-1910), Stadtammann 1869-1890 und 1894-1899, erlebte alle Höhen und Tiefen einer Politikerkarriere. Er prägte nicht nur das politische Geschehen, sondern auch die Stadtentwicklung Zofingens nachhaltig. Er war von Amtes wegen Präsident und Mitglied verschiedener städtischer Kommissionen, Zivilstandsbeamter und 1870-1890 Grossrat. Er engagierte sich vehement für den Nationalbahn- und Schulhausbau, förderte den Bau der Gas- und Wasserversorgung und plante das Neuquartier und weitere Neubauten. Sein autoritärer Regierungsstil, das Scheitern der Nationalbahn und die Affäre des Stadtkassiers Friedrich Huber, der 83 000 Franken veruntreut hatte, schufen ihm Feinde im freisinnigen Lager, das ihn 1884, 1889/90 und 1893 bei den Gemeinderatswahlen nicht mehr unterstützte. Die Stimmbürger waren aber anderer Meinung und wählten ihn jedes Mal wieder.

Bei den Gemeinderatswahlen gab es immer wieder Überraschungen. Die Kandidaten der Freisinnigen und später auch der Sozialdemokraten fanden nicht immer den Gefallen der Stimmbürger. Dies ist dadurch zu erklären, dass weniger die politische Einstellung als die Persönlichkeit der Kandidaten den Ausschlag für eine Wahl oder Nichtwahl in die Stadtregierung gaben, wie das Beispiel von Stadtammann Matter zeigt. Aber auch nach 1900 konnten zwei abtrünnige FDP-Kandidaten bei Stadtammannswahlen die Mehrheit der Wählerschaft hinter sich scharen: Hans Bertschi 1929/30 und Adolf Lerch 1947, der 1953 allerdings an der Wiederwahl scheiterte. Im selben Zeitraum erlitten auch die zwei offiziellen sozialdemokratischen Kandidaten das gleiche Schicksal: 1930 wählten die Stimmbürger Gustav Gross statt Albert Schumacher, und 1948 gaben sie Rudolf Hunziker-Gross statt Werner Horisberger knapp den Vorzug.

Quelle: Band 3 VZG





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